RISK GUARD

RISK GUARD
Marktdatenbasiertes Frühwarnsystem zur Erkennung von Bonitätsrisiken
RISK GUARD
Marktdatenbasiertes Frühwarnsystem zur Erkennung von Bonitätsrisiken

 

Risk Guard liefert Frühwarnsignale im Hinblick auf sich abzeichnende Bonitätsrisiken für Unternehmen, Branchen und Länder mit einem zeitlichen Vorlauf von bis zu einem Jahr.
Die Verwendung eines solchen Verfahrens zur Früherkennung von Risiken ist nicht nur vor dem Hintergrund der Verlustvermeidung sinnvoll, sondern wird für Kreditinstitute auch explizit in den Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk) eingefordert.

 

ANWENDUNGSBEREICHE

Interne und externe Ratings, die in der fundamentalen Risikobewertung genutzt werden, können abrupte Veränderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und der betriebswirtschaftlichen Situation nur mit einiger Zeitverzögerung abbilden. Deshalb ist es sinnvoll, zusätzlich Verfahren anzuwenden, die dabei helfen, Bonitätsrisiken sehr frühzeitig zu identifizieren. Risk Guard – das marktdatenbasierte Frühwarnsystem – ist der Lösungsansatz der RSU.
Typische Einsatzbereiche finden sich im Kreditrisikocontrolling, Depot-A Geschäft sowie im Portfoliomanagement. Statt auf veränderte Risikosituationen reagieren zu müssen, wird ein vorausschauendes Agieren ermöglicht, wie beispielsweise der gezielte Einsatz von Kapazitäten für weitergehende Analysen, die Erstellung von (Re-)Ratings oder die Umsetzung von gegebenenfalls notwendigen Portfolio- bzw. Strategieanpassungen

Methodik

Risk Guard wertet täglich Marktdaten aus und nutzt dabei den Sachverhalt, dass auf dem Kapitalmarkt alle bekannten Informationen und Erwartungen zeitnah in der Preisbildung verarbeitet werden. Das Frühwarnsystem verwendet zusätzlich interne und externe Ratings sowie Branchen- und Sitzlandinformationen. Peergroup-Analysen ergänzen die Modelle.
Ziel eines jeden Modells ist die Darstellung des empirischen Zusammenhangs zwischen Marktdaten und dem Auftreten von bonitätsrelevanten Ereignissen in der Zukunft. Die Risk Guard Mehrfaktormodelle wurden im Hinblick auf den bestmöglichen Erklärungsgehalt optimiert. Dadurch ist die Prognosegüte dieser Mehrfaktormodelle deutlich höher als die einzelner Faktoren, wie z.B. CDS-Spreads oder Aktienkurse. Die Modelle werden durch die RSU regelmäßig validiert und weiterentwickelt.

TECHNOLOGIE

Risk Guard kann als Stand-Alone Lösung genutzt werden, aber auch bereits bestehende Systeme sinnvoll ergänzen.
Über die Risk Guard Benutzeroberfläche wird das eigene Portfolio überwacht und administriert. Eine Adresse wird als auffällig angezeigt, wenn eines der zugehörigen Frühwarnmodelle ein Warnsignal erzeugt. Auffällige Adressen müssen in individuell definierbare Bewertungsstufen kategorisiert werden. Die Bewertungen korrespondieren typischerweise mit internen (Folge-)Prozessen. Sowohl die Entwicklung der Risikoscores als auch die entsprechenden Bewertungen sind im Zeitverlauf transparent nachvollziehbar.

Die Anwendung steht sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache zur Verfügung und ist webbasiert; einzige Voraussetzung ist eine VPN-Verbindung (alternativ Crednet). Wie bei allen RSU-Anwendungen erfolgt auch der Betrieb von Risk Guard mit bankenüblichen Sicherheitsstandards. Hohe Datensicherheit wird durch gesicherte Übertragungswege und die revisionssichere Datenspeicherung im Level-3-zertifizierten Rechenzentrum gewährleistet.

Durch die Möglichkeit zur Anbindung zusätzlicher institutseigener Signale kann Risk Guard zur zentralen Frühwarnplattform ausgebaut werden. Eine automatische Weitergabe von Informationen an nachgelagerte Systeme kann bei Bedarf für eine umfassende Prozessintegration genutzt werden.