VERLUSTSCHÄTZUNG

VERLUSTSCHÄTZUNG
Modelle zur Schätzung von Loss Given Default (LGD) und Credit Conversion Factor (CCF)
VERLUSTSCHÄTZUNG
Modelle zur Schätzung von Loss Given Default (LGD) und Credit Conversion Factor (CCF)

 

Im Bereich Verlustschätzung stellt die RSU Modelle zur Schätzung von Loss Given Default (LGD) und Credit Conversion Factor (CCF) für den Non-Retail Bereich bereit und kümmert sich um deren kontinuierliche Validierung und Weiterentwicklung. Dazu betreibt sie ein webbasiertes System zur Erfassung von Verlustdaten (Loss Carrier System, LCS), mit dem Nutzer ihre Fälle effizient und qualitätsgesichert eingeben können.

 

ANWENDUNGSBEREICHE

Neben der Frage der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) des Kreditnehmers ist auch die Verlustquote bei Ausfall von zentraler Bedeutung für die Risikomessung. Denn im Allgemeinen muss der Kreditgeber im Falle eines Ausfalls nicht auf den gesamten Forderungsbetrag, sondern nur auf einen gewissen Teil verzichten. Für diesen Zweck bietet die RSU eine geeignete Modelllandschaft zur Schätzung der Verlustquote, des LGD. Im Fall von offenen Kreditlinien ist zudem von besonderem Interesse, in welchem Umfang diese vom Kreditnehmer bis zum unterstellten Ausfallzeitpunkt tatsächlich in Anspruch genommen werden. Auch diese Quote, die als Kreditkonversionsfaktor bzw. CCF bezeichnet wird, ist Teil der Modelllandschaft der RSU.
Die Modelle werden in jährlichem Zyklus gepflegt und weiterentwickelt. Seit 2008 sind sie für den Advanced IRB-Ansatz aufsichtlich anerkannt.

Methodik

Die LGD-Schätzmethodik basiert auf verschiedenen Grundbausteinen. Dazu gehört eine breite Palette an Prognosemodellen für die einzelnen Sicherheitenkategorien (Immobilien, Wertpapiere, etc.) zur Abschätzung des besicherten Teils der Forderung. Daneben existieren je Kundensegment (Unternehmen, Banken, etc.) unterschiedliche Verfahren zur Schätzung der Einbringung auf den unbesicherten Teil einer Forderung. Die einzelnen Komponenten werden dann zu einer Verlustquote des Kunden bzw. der einzelnen Transaktion zusammengeführt.
Für die Entwicklung und Validierung der LGD- und CCF-Modelle werden die Verlustdaten aus den einzelnen Instituten in einen Datenpool zusammengeführt.

Technologie

Um leistungsfähige Modelle zu entwickeln, ist der Rückgriff auf möglichst viele realisierte Verlustfälle in guter Qualität entscheidend. Um dies zu gewährleisten, hat die RSU mit dem Loss Carrier System (LCS) ein System zur Erfassung der Verlustdaten entwickelt. Wichtiger Bestandteil des Systems sind Routinen zur Datenanalyse, die die Datenqualität erhöhen und Aufwände bei der Erfassung reduzieren. LCS ist webbasiert; einzige Voraussetzung ist eine VPN-Verbindung (alternativ Crednet). Wie bei allen RSU-Anwendungen erfolgt auch der Betrieb von LCS mit bankenüblichen Sicherheitsstandards. Hohe Datensicherheit wird durch gesicherte Übertragungswege und die revisionssichere Datenspeicherung im Level-3-zertifizierten Rechenzentrum gewährleistet.